Adipositas Magenballon

Der Eingriff

1. Vorher: Beratungsgespräch und Voruntersuchung

1. Vorher: Beratungsgespräch und Voruntersuchung

Nachdem Sie sich für einen Partner entschieden haben, steht zunächst das persönliche Gespräch mit Ihrem neuen Arzt an. Er wird Sie umfassend über die Voraussetzungen für den Eingriff und dessen Durchführung informieren. Außerdem wird es Sie darauf hinweisen, dass Sie mindestens 24 Stunden vor dem Eingriff nichts mehr essen dürfen und 2 Stunden vorher auch das Trinken einstellen müssen.

Wenn nicht dagegenspricht, können Sie den Termin für den großen Tag vereinbaren!

2. Der Eingriff

2. Der Eingriff

A) EINSETZEN DES MAGENBALLONS

Das Einsetzen des Magenballons dauert nur 20 bis 30 Minuten und bedarf keiner Vollnarkose. Nach Verabreichung eines örtlichen Betäubungsmittels für die Speiseröhre und eines Beruhigungsmittels, das Sie in einen Dämmerzustand versetzt, wird zunächst eine Magenspiegelung gemacht, bei der Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm auf organische Probleme untersucht werden. Ist die Magenspiegelung befundfrei, wird der leere Ballon mit einem Gastroskop durch die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Im Anschluss daran wird der Magenballon mithilfe eines Katheters mit 400 - 700 ml blau eingefärbter, steriler Kochsalzlösung gefüllt.

B)ENTFERNEN DES MAGENBALLONS

Die Entfernung des Ballons erfolgt auf die gleiche Weise wie das Einsetzen: Der Arzt Ihres Vertrauens versetzt Sie wiederum in einen Dämmerzustand, bevor er endoskopische Instrumente einsetzt, um den Magenballon zu punktieren und die Kochsalzlösung abzusaugen. Nachdem der Ballon entleert wurde, wird er durch die Speiseröhre entnommen. Damit der Eingriff problemlos für Sie durchgeführt werden kann, dürfen Sie 24 Stunden vorher keine feste Nahrung und 3 Stunden vorher keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Auch nach diesem Eingriff sollten Sie von jemandem abgeholt werden, da Sie aufgrund des verwendeten Beruhigungsmittels nicht selbst Auto fahren dürfen.

3. Die Ernährungsumstellung

3. Die Ernährungsumstellung

Die Änderung Ihrer Essgewohnheiten beginnt unmittelbar nach dem Eingriff, da Sie und Ihr Körper sich langsam an das verkleinerte Magenvolumen gewöhnen müssen. Sie sollten auf jeden Fall täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit trinken – und dies zu einer Gewohnheit werden lassen.

Grundsätzlich sollte in der ersten Woche ausschließlich flüssige Nahrung auf dem Speiseplan stehen. Sie dürfen Brühe, stilles Wasser, ungesüßte Getränke ohne Kohlensäure, Frucht- und Gemüsesäfte, Tee, Kaffee, Joghurtdrinks usw. in kleinen Schlucken über den Tag verteilt zu sich nehmen. So geben Sie Ihrem Körper Zeit, Ihr neues Hunger- und Sättigungsgefühl kennenzulernen.

Ab der zweiten Woche können Sie nun nach und nach auf pürierte und weiche Nahrung umstellen – Sie werden schnell merken, was Ihnen bekommt. Verzichten Sie auf fett- und zuckerhaltige Lebensmittel, so gut es geht und hören Sie sofort auf zu essen, wenn sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Kleine Portionen über den Tag verteilt sind ratsam. Schritt für Schritt tasten Sie sich an eine gesunde und ausgewogene Ernährung heran und beginnen mit Ihrem neuen Lebensabschnitt: Sie werden erleben, wie überflüssige und hartnäckige Pfunde purzeln und Sie beginnen, sich in Ihrer Haut und ihrer Kleidung wieder wohlzufühlen!

Für weitere Informationen und ausführlichere Ernährungstipps stehen Ihnen auf Wunsch Ernährungsberater in unseren Partnerkliniken zur Seite und unterstützen Sie aktiv in Ihrem neuen Lebensabschnitt. Oder laden Sie einfach unseren „Behandlungsleitfaden“ als PDF-Datei herunter!

4. Nachher: Nachsorge

4. Nachher: Nachsorge

Sie haben sich während der Magenballon-Therapie an Ihre neuen Essgewohnheiten und vor allem an kleinere Portionen gewöhnt. Nach der Entfernung des Ballons wird es Ihnen leichter fallen, eine gesündere Lebensweise auch ohne ärztliche Unterstützung fortzuführen. Wenn Sie es allerdings vorziehen, sich auch weiterhin von Ernährungsfachleuten beraten zu lassen, so sind wir Ihnen gerne behilflich.

Wichtig ist es, konsequent am Ball zu bleiben, insbesondere in Bezug auf ausgewogene und gesunde feste Nahrung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und unterstützende sportliche Betätigung.

Sie haben Ihren Körper, aber auch Ihre Psyche in den letzten 6 Monaten konditioniert und sind von Ihrem Erfolg beflügelt. Ein Zurückfallen in alte Gewohnheiten gilt es auf jeden Fall zu vermeiden!

5. Eventuelle begleitende Medikamenteneinnahme

5. Eventuelle begleitende Medikamenteneinnahme

Ihr Arzt kann Ihnen für die Dauer der Therapie ein Magenschutzpräparat verschreiben. Die ungewohnte Anwesenheit des Magenballons im Magen kann anfangs die vermehrte Produktion von Magensäure anregen, weshalb auch hier eine entsprechende Medikamentengabe angezeigt sein kann. Zusätzlich kann in den ersten Tagen nach dem Eingriff auch die Einnahme eines krampflösenden Medikaments sinnvoll und ratsam sein. Hierfür kann Ihr behandelnder Arzt Ihnen auf Wunsch ein speziell auf die Magenballon-Therapie entwickeltes Rezept ausstellen.