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Hier findet Ihr hilfreiche Artikel rund um das Thema "Abnehmen mit Magenballon" 

Offen und ehrlich möchten wir hier über das Thema Magenballon berichten. Ganz diskrete Themen besprechen wir allerdings lieber in unserer geschlossenen Facebook Gruppe. Falls Ihr Anregungen oder Feedback habt, könnt Ihr uns gerne schreiben. Über einen regen Austausch mit Euch freuen wir uns. 

Viel Spaß beim Stöbern. 

Experten Interview Prof. Foerster - 30 Jahre Erfahrungen mit Magenballon

Seit 30 Jahren hilft Prof. Foerster Patienten mit der Magenballon-Therapie. Was er von luftgefüllten Magenballons, dem Schluckballon und anderen neuen Magenballons hält, erfährst du hautnah im Interview.

Herr Professor Foerster, was raten Sie Ihren Patienten, wenn Sie mit sich und Ihrem Übergewicht unzufrieden sind und zu Ihnen in die Praxis kommen?

Der erste Schritt ist loszugehen, sich zu öffnen und darüber zu sprechen. Das dauert meistens durchaus das ein oder andere Jahr. Dann sind die Patienten aber meist sehr gut informiert. Die Operationen wie ein Schlauchmagen, Magenbypass oder Magenband werden mittlerweile zum Glück größtenteils abgelehnt. Das ist riskant und es kann erheblicher Schaden angerichtet werden. Der Magenballon ist die einzige zugelassene nicht operative Methode, um Gewicht zu reduzieren. Das heißt man kann innerhalb eines halben Jahres zwischen 15 und 20 kg reduzieren, ohne, dass man einen Schaden davon hat. Wir machen das schon seit vielen vielen Jahren und haben dadurch sehr viel Erfahrung.

Für wen empfehlen Sie einen Magenballon?

Die untere Grenze liegt bei einem BMI von 28 kg. Das Idealgewicht liegt bei einem BMI von 25 oder 26. Es gibt sehr seltene Ausnahmen, in denen man im persönlichen Gespräch durch Begleiterkrankungen davon abweichen kann. In der Regel sind 30, 35 oder ein BMI von 40 ein Korridor, in dem ein Magenballon sinnvoll ist.

Welche Gründe sprechen gegen einen Magenballon?

An aller erster Stelle steht eine Bauchoperation. Ein operativ veränderter Magen nach einer Magenverkleinerung oder einem Magenbypass, eignet sich nicht mehr für einen Magenballon. Das ist immer eine meiner ersten Fragen. Viele Patienten sind nach den Magenoperationen sehr enttäuscht, dass sie nach einigen Jahren wieder zunehmen. Das kann ich sehr gut verstehen. Aber diese Patienten muss ich leider absagen. Die zweite Hürde für einen Magenballon kann dadurch entstehen, wenn der Patient nicht steriodale Antirheumatika (NSAR) wie Voltaren, Ibuprofen, Velten einnehmen muss, weil gerade diese Medikamente die Magenwand angreifen und den Magenballon beschädigen können. Häufig können wir alternative Medikamente empfehlen, damit der Patient langfristig erfolgreich mit dem Magenballon abnehmen kann.

Ihre Magenballon Patienten erzielen sehr gute Ergebnisse, was macht Ihre Behandlung so besonders?

Das ist die Erreichbarkeit. Wenn ein Patient am Wochenende Probleme hat oder einen Rat braucht und nicht sicher ist, wie es weitergeht, dann kann er unsere Ernährungsberater anrufen. Die Ernährungsberater sind schon im Vorgespräch dabei, damit man sich gleich von Anfang an kennenlernt. Der Patient kann den Ernährungsberater immer erreichen und Unterstützung bekommen, wie er mit den kleinen Problemen des Alltags umgehen kann. Ich denke gerade an eine Patientin, die Brathähnchen für sich entdeckt hatte und sagte, dass ihr das besonders gut schmeckt und sie es gut mit Magenballon verträgt. Das lag natürlich am Fett in der Haut, das man nicht zu sich nehmen sollte. Da helfen unsere Ernährungsberater natürlich sofort, damit keine falsche Ernährungsweisen mit dem Magenballon und darüber hinaus angeeignet werden.

Was sagen Sie Ihren Patienten, die bereits schlechte Erfahrungen mit dem sogenannten „JoJo-Effekt“ nach einer Gewichtsabnahme gemacht haben?

Das ist der ewige Kampf von Menschen, die eine Veranlagung haben Übergewicht zu entwickeln. Das halbe Jahr oder Jahr mit dem Magenballon ist eine Chance, dauerhaft erfolgreich Ernährungsgewohnheiten umzustellen, die man mit einer solchen Veranlagung nicht entwickeln sollte. Also ist der Magenballon die eine Hälfte zum Erfolg und der Kopf die andere Hälfte. Man muss auch bereit sein Verhalten abzustellen, von dem man weiß, dass es nicht in Ordnung ist. Gerade der Magenballon lässt wunderbar Süßigkeiten oder Soft Drinks an sich vorbei. Die Ernährungsberater helfen ihnen dabei, dass Sie eine gesündere Alternative finden ohne zu verzichten. Der Magenballon mit unserer Nachsorge hilft dann dabei, dass das man das Umsetzen des neuen Verhaltens leichter schafft und der JoJo-Effekt nicht eintritt.

Welche Vorteile hat der flüssigkeitsgefüllte Ballon gegenüber anderen Produkten wie z.B. luftgefüllten Magenballons oder dem „Schluckballon“?

Das ist eine sehr wichtige aktuelle Frage. Ich kann das ganz gelassen beantworten, weil wir seit 20 Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Was mit den luftgefüllten oder Schluckballons versucht wird, da rate ich, dass man nicht das Versuchskaninchen wird. Die meisten Magenballons, die als Alternative auf den Markt gekommen sind, verschwinden schnell wieder. Die meisten mit Luft gefüllten Magenballons sind in der Vergangenheit sehr schnell vom Markt verschwunden, weil der Patient gar nicht erkennen kann, ob er Magenballon noch dicht ist oder vielleicht schon in den Darm abgewandert ist. Wenn der Magenballon unbemerkt aus dem Magen in den Darm wandert, dann kann das zu einem Darmverschluss führen, der häufig in einer Not-OP wieder gelöst werden muss. Flüssigkeitsgefüllte Magenballons haben eine Kontrollfarbe, die den Urin grün färbt, sollte der Magenballon undicht werden. Das passiert bei uns so gut wie nie, aber für den Fall dass es passiert, ist der Patient mit flüssigkeitsgefüllten Magenballons auf der sicheren Seite.

Neuerdings gibt es auch eine Magenballon Variante, die nachfüllbar ist und zwölf Monate im Körper bleiben kann. Sie haben dieses Produkt bereits bei Ihren Patienten eingesetzt. Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen mit dem Jahresballon berichten?

Das ist ein sehr wichtiger Ansatz Patienten zu helfen. Vor allem bei Patienten, die 30 oder 40 Kilogramm dauerhaft verlieren möchten, empfehle ich den Jahresballon. Am Anfang kann es durchaus sein, dass Patienten sagen, der Magenballon übt zu viel Druck im Magen aus. Das ist mit dem Spatz Magenballon kein Problem. Dann nehmen wir wieder etwas Flüssigkeit heraus und der Patient kann die Therapie fortsetzen. Der andere Fall kommt meist noch häufiger vor, dass Patienten nach ein paar Monaten sagen, dass sie den Effekt vom Magenballon gar nicht mehr so stark merken. Das ist alles kein Problem mit dem Spatz Jahresballon. Dann geben wir wieder etwas Flüssigkeit nach und der Abnehmerfolg stellt sich wieder ein.

Alle Magenballon-Experten setzen ausschließlich mit Flüssigkeit gefüllte Magenballons ein. Ihre Sicherheit steht immer an erster Stelle.